Cusco – Die Kulturhauptstadt Perus
16.6.2010 – 27.6.2010
Schon während der Busfahrt nach Cusco haben wir uns in diese Region verliebt. Diese Stadt, auf 3.500 Metern Höhe, umringt von alten Inka Ruinen und noch höheren Bergen, ist einfach etwas ganz Besonderes. Jahrhunderte alte Häuser und Kirchen, schmale Kopfsteinpflaster-Straßen und alte Mütterchen in traditionellen Kleidern. In Cusco spürt man förmlich die Geschichte.
Klar, Cusco ist eine Touristenstadt. So vergeht kein Tag, an dem der Plaza de Armas nicht von hunderten Menschen besiedelt ist. Hier spielt sich alles ab. Schicke Restaurants, die Kathedrale, Touristenbüros und und und. Ein paar Meter weiter, in San Blas, ändert sich das Bild. Zufällig finden wir hier ein nettes Hostel. San Blas wird zu unserem Lieblingsviertel. Natürlich gibt es hier auch Touristen. Und auch die Mütterchen in traditionellen Trachten, mit einem Alpaca an der Hand, die für ein Sol in die Kamera grinsen. Aber es ist viel, viel ruhiger und gemütlicher.
Ein paar Schritte weiter, direkt am Plaza San Blas, finden wir eine nette Spanischschule. Zusammen mit Bella und Henrique aus unserem Hostel sind wir hier eine Woche lang täglich zum Einzelunterricht. Am Plaza San Blas treffen sich täglich Künstler, Handwerker und Musiker. Hier gibt es immer was zu gucken und wer mag, bekommt hier für ein paar Soles seinen Schmuck nach eigenen Vorstellungen handgefertigt. In San Blas gibt es alles was das Herz begehrt: billiges Mittagessen, schicke Restaurants, kleine Shops, Straßenstände und schnuckelige Hostels. Hier könnten wir für immer bleiben.
Mit dem „Boleto Turistico del Cusco“ kann man innerhalb von 10 Tagen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in und um Cusco besichtigen. Neben den vielen Inka Ruinen im Sacred Valley (dazu später mehr), besuchen wir zwei Museen in Cusco und das Centro Qospuo de Arte Nativo. Hier werden in einer 90-minütigen Tanzaufführung die traditionellen Kleider der verschiedenen Andenstämme präsentiert.
Wir besuchen Cusco zur perfekten Zeit. Am 24. Juni ist Inti Raymi, das „Fest der Sonne“ der alten Inkas. Das heißt: eine Woche lang jeden Tag ein anderer Umzug oder ein anderes Fest. Neben den vielen Touristen füllt sich die Stadt nach und nach mit immer mehr Peruanern aus dem ganzen Land. Das Inti Raymi ist das wohl wichtigste Fest in Peru und die Stimmung ist ausgelassen. In der ganzen Stadt findet man immer wieder kleine Grüppchen in traditionellen Kleidern, die begleitet von einer kleinen Blaskapelle, ihr ganz eigenes Fest feiern.
Wir fühlen uns hier mittlerweile wie zu Hause. Carlos, unser Hostelbesitzer, ist immer für einen Spaß zu haben und wird von uns liebevoll el Papá genannt. Zusammen mit Isabella und Henrique verbringen wir hier eine schöne Zeit. Die Fußball WM verfolgen wir gespannt in verschiedenen Kneipen. Seit Süddeutschland (Schweiz) aus der WM ausgeschieden ist, haben wir auch Bella auf unserer Seite.
Auch unser Speiseplan ist vielfältig. Oft gibt es ein Set-Menü mit Vorspeise und Nachtisch für einen Euro. Manchmal lassen wir es aber auch krachen und gehen ins Inkafee. Hier gibt es die besten Rumpsteaks in Rotweinsoße für „teure“ 8 Euro. Cusco besuchen geht natürlich gar nicht ohne mindestens einmal Cuy zu probieren. Für Westler vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sind hier Meerschweinchen keine Kuscheltiere, sondern Delikatessen. Cuy in der Suppe, auf der Pizza oder traditionell am Stück aus dem Ofen. Sieht lustig aus und schmeckt ganz gut.
Nach 11 Tagen in Cusco zwingen wir uns, weiter zu reisen. Am liebsten würden wir für immer bleiben, aber es gibt noch so viel zu sehen. Wir machen uns auf ins Sacred Valley, das heilige Tal der Inkas. Wir erleben Kultur, Action und Wandern in sagenhafter Landschaft bevor wir am berühmten Machu Picchu ankommen.
















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