Sacred Valley – Das heilige Tal der Inkas

28.6.2010 – 30.6.2010

Zwischen Cusco und Machu Picchu befindet sich das „Heilige Tal der Inkas“. Für die Inkas eine  wichtige, fruchtbare Gegend und heute eine wunderschöne Landschaft übersät mit alten Inka Dörfern, Befestigungsanlagen und Inka „Gewächshäusern“. Egal ob zu Fuß, mit dem Mountain-Bike oder dem Bus, die Gegend hier sollte man auf keinen Fall verpassen. Mit dem „Boletto Turistico“ kann man sich 16 verschiedene Attraktionen in und um Cusco innerhalb von 10 Tagen zum Festpreis ansehen.

Saqsaywaman
Unser erstes Ziel ist natürlich Saqsaywaman, der Berg direkt neben Cusco. Hier war lange Zeit der einzige Zugang zur Stadt und riesige Mauern dienten als Befestigungsanlagen. Heute ist es ein schönes Beispiel für die Baukunst der Inkas. Riesige, tonnenschwere Steine wurden auf unbekannte Weise auf diesen Berg geschafft, millimetergenau behauen und zusammengesetzt. Die Inkas waren mehr Künstler als Maurer. Zwischen den Steinen gibt es so gut wie keine Lücken und das ganze kommt ohne irgendwelchen Mörtel aus. So genau arbeitet heute kein Maurer mehr ;-)

Pisac
Das nächste Ziel ist Pisac. Hier gibt es einen traditionellen Markt (der nicht von Touristen übervölkert ist) und eine alte Inkastadt hoch in den Bergen. Es gibt geführte Touren zu den verschiedenen Attraktionen im Sacred Valley, billiger und flexibler ist man aber mit einem Collectivo (Sammeltaxi). Wir essen zusammen mit ein paar alten Ömchen zu Mittag und genießen das Treiben auf dem Markt. Schön zu sehen, dass auch abseits der Touristen viele Menschen in traditionellen Kleidern zu finden sind. Auch hier wird, vom Einkauf bis zum Baby, alles in bunten Tüchern auf dem Rücken getragen.

Die alten Ruinen sind (wie so oft bei den Inkas) schwer zugänglich und weit oben in den Bergen. Laufen ist für uns zu beschwerlich, also genießen wir den modernen Luxus und fahren mit einem Taxi nach oben. Der Ausblick von hier ist überwältigend. Neben Häusern und Wällen in bekannter Inkatechnik sehen wir das erste Mal gut erhaltene „Inkaterrassen“. Über Jahre hinweg sind hier endlose Tonnen Erdreich bewegt und tausende Felsen behauen und aufgetürmt worden. Am Ende sind aus einem steilen Hang zahlreiche Terrassen geworden, die zum Ackerbau genutzt werden konnten. Das Ganze, wie schon erwähnt, an den unmöglichsten und für Feinde schwer zugänglichen Plätzen, auf verschiedenen Gipfeln der Berge.

Chinchero
Chincharon ist ein gutes Beispiel dafür, was die Spanier vor einigen hundert Jahren hier getrieben haben. Sie fanden die ganze Inka Geschichte nicht ganz so beeindruckend wie wir und haben kurzerhand alle verjagt, die sie gefunden haben. Die Terrassen haben sie gelassen wie sie sind. Dafür haben sie viele Städte und Gebäude kurzerhand abgerissen und auf den Grundmauern ihre eigenen Kirchen gebaut. So findet man heute oft spanische Gotteshäuser auf Inka Fundamenten. Die Kirche in Chinchero sieht heute nicht mehr so gut aus. Das, was von den Inkas übrig geblieben ist, dafür umso mehr.

Moray
Moray ist, wie vieles aus der Inkakultur, ein ungeklärtes Gebilde. Die Inkas haben in einem riesigen Kessel zwischen den Bergen ihre berühmten Terrassen errichtet. Man geht heute davon aus, dass so zu Testzwecken verschiedene Vegetationen von heiß und feucht bis kalt und trocken geschaffen wurden. Auf jeden Fall ist es wieder einmal beeindruckend wie das Ganze vor hunderten Jahren und ohne moderne Technik erbaut wurde.

Ollantaytambo
Ollantaytambo ist eines der bekanntesten Städtchen im Sacred Valley. Von hier aus fährt die Bahn zum Macchu Picchu. Die meisten Besucher, die hier herkommen, besuchen die Ruinen am Hang gegenüber der Stadt. Man sollte aber auf jeden Fall einmal durch dieses kleine Städtchen schlendern. Ollantaytambo ist das letzte noch bewohnte Überbleibsel aus der Inkazeit. Die kleinen Kopfsteinpflastergässchen haben fast alle einen kleinen Kanal, so wurde schon damals jedes Haus mit fließend Wasser versorgt. Die Leute sind nett, das Essen ist gut und die Kinder sind ganz heiß darauf, fotografiert zu werden. Hier ausnahmsweise auch ohne nachher nach Geld zu betteln.

Hier endet unsere Reise durch das Heilige Tal der Inkas. Mit einem kleinen, spannenden Zwischenstop in Santa Theresa machen wir uns auf dem Weg zum Machu Picchu. Wir haben uns gegen die teure Bahn und gegen den überlaufenen Inka Trail entschieden, aber das folgt im nächsten Bericht.

Bildergalerie Sacred Valley

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  1. [...] Reisebericht Sacred Valley – Das heilige Tal der Inkas [Mit PicLens anzeigen] 123► Zeige deinen Freunden diesen Beitrag Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können. [...]

  2. [...] Ollantaytambo aus fahren wir mit dem Linienbus bis nach Santa Maria. Linienbus heißt zwar, das der hier [...]

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